Alexa spioniert bei der Denic!?
Wer meint, Google sei in Punkto Datensammelei schlimm, der sollte sich einmal näher mit Alexa beschäftigen. Alexa sammelt die Daten nicht nur, nein, Alexa macht die Daten auch noch öffentlich zugänglich.
Besonders befremdlich finde ich die Tatsache, daß Alexa auch Daten über den jeweiligen Domain-Inhaber öffentlich macht, die offensichtlich bei .de-Domains von der Denic stammen. Bei ca. 99% der von mir überprüften Domains decken sich die Angaben bei Alexa mit den whois-Daten der Denic. Zufall? Wohl eher nicht, denn im Impressum der jeweiligen Domains finden sich oft abweichende Angaben. Dies widerspricht eindeutig den Nutzungsbedingungen der Denic für diese Daten.
Den absoluten Hammer finde ich allerdings, daß Alexa die so erschlichenen (?) Daten offenbar dazu benutzt, für jede Domain fein säuberlich aufzulisten, welche weiteren Domains dem Inhaber gehören. Das ganze natürlich, ohne den Eigentümer darüber zu unterrichten oder gar zu fragen.
Naja, nicht so schlimm, dachte ich. Es gibt ja ein Formular, mit dem man die Informationen über den Domaininhaber löschen lassen kann. Gesagt, getan: funktioniert auch. Die Inhaberdaten verschwinden bei Alexa nach 1-2 Wochen.
Was allerdings bleibt, das ist die Liste mit den weiteren Domains des Inhabers.
Matt “Spamhunter” Cutts wird’s freuen, kann er doch zukünftig die Link-Netzwerke nicht ganz so gewiefter SEOs flugs ausheben. (OK, Matt wird da wohl bessere Tools in der Schublade haben
)
Upps, vergessen:
Was wirklich hilft gegen diesen Quatsch, das ist das hier in der robots.txt:
User-agent: ia_archiver
Disallow: /
Have phun
via: Gerald
06. April 2006 um 21:36
Tja, so ist das mal. Alexa war ja schon mehrmals negativ aufgefallen. Ob die Denic die Daten aber freiwillig rausrückt ist ne andere Sache.
06. April 2006 um 21:39
Torsten, ich denke eher nicht. Das will ich auch nicht so verstanden wissen
06. April 2006 um 21:45
Alexa ist Spyware & Datensammler ohne skrupel. Siehe auch http://blog.cyb.de/alexa-spyware-ubermittelt-userid-und-interne-ip/
. Die methoden sind einfach nur dreist. Und zu Denic ..naja Denic halt.. da spar ich mir jeglichen Kommentar.
06. April 2006 um 21:59
Noch schlimmer finde ich eigentlich dass in der Alexa-Toolbar immer noch angezeigt wird, welche Seiten sich die Besucher meiner Webseite noch angeschaut haben. Gerade bei den Domains, die vor zwei Jahren Erotik-Inhalte haben aber seit nun über zwei Jahren ohne Erotik laufen, ist diese Anzeige immer ziemlich irreführend. Man könnte dieses Verhalten von Alexa auch als geschäftsschädigend betrachten. Aber warum sich über Kleinigkeiten aufregen
Vor dem Krieg :-), ist einige Jahr also her, konnte man bei der Denic auch die Liste sämtlicher Domains ansehen. Bzw. zumindestens 500 Stück davon. Fand ich damals eigentlich ganz praktisch, bis mir diese Liste, fein säuberlich ausgedruckt bei einer Abmahnung um die Ohren geschlagen wurde.
10. April 2006 um 16:57
[...] ernatürlichen Phänomenen whois-who Wie ich bereits vor einigen Tagen schrieb, bietet Alexa eine neue Funktion, die weitere Doma [...]
10. April 2006 um 17:46
Damit hält man sich zwar Alexa vom Leib, aber auch die Wayback-Machine von archive.org.
Und die kann manchmal ganz nützlich sein wenn man beweisen will oder muss, dass man einen bestimmten Content zuerst hatte.
19. April 2006 um 10:23
warum auf einmal bei denic ?
der spioniert einfach whois
Es gibt tausende wie denic
22. April 2006 um 21:13
@lomonloine
Es gibt nur eine offizielle Quelle für die Daten, whois ist ein Dienst der Denic (natürlich nur für .de Domains). Nein, es gibt nicht tausende wie Denic!